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23. NEWSLETTER
DER BREITENFURTER GRÜNEN

Wir freuen uns euch wieder aktuelle Informationen aus Breitenfurt direkt in euer Postfach zu liefern. 

Wiesenpark: Viele Fragen bleiben offen

Die BIP (Breiteneder Immobilien) hat in den vergangenen Tagen Unterlagen an alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte übermittelt. Diese Unterlagen sind als vertraulich eingestuft – wir dürfen daher nicht im Detail darüber berichten.

Bedarf an 300 Wohnungen: Höchst fraglich!

Was wir jedoch klar sagen können: Der Bedarf für rund 300 zusätzliche Wohnungen wurde aus unserer Sicht nach wie vor nicht schlüssig dargelegt. Solange diese zentrale Frage unbeantwortet bleibt, sehen wir die zentrale Aufschließungsbedingung als nicht erfüllt an.

Gleichzeitig hören wir immer wieder von leerstehenden Objekten in Breitenfurt – nicht nur bei Einfamilienhäusern, sondern auch bei Wohnanlagen wie etwa den Edlinger-Bauten oder am Laaber Spitz. Für uns ist daher klar: Bevor hunderte neue Wohnungen gebaut werden, sollte zuerst konsequent in Leerstandsrevitalisierung investiert werden. Bestehende Strukturen zu nutzen ist ökologisch sinnvoller und infrastrukturell vernünftiger.

Und noch eine grundsätzliche Frage: Muss in einer Gemeinde, die historisch und strukturell von Einfamilienhäusern geprägt ist, zwingend großvolumiger Geschosswohnbau entstehen? Unterschiedliche Orte haben unterschiedliche Identitäten – und diese dürfen sich auch unterschiedlich entwickeln.

Finanzielle Auswirkungen: Mehr Kosten als Einnahmen?

Ein weiterer Punkt, der uns Sorgen bereitet, sind die finanziellen Auswirkungen.

Uns wurde von einem engagierten Bürger eine Information übermittelt, die über das Informationsfreiheitsgesetz eingeholt wurde. Die dort dargestellten Berechnungen legen nahe, dass die geschätzten laufenden Kosten die laufenden Einnahmen möglicherweise übersteigen. Das bedeutet: Die zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohner könnten der Gemeinde unter dem Strich mehr kosten, als sie an Einnahmen bringen.

In der Vergangenheit wurde wiederholt argumentiert, dass Zuzug automatisch höhere Ertragsanteile und somit eine finanzielle Verbesserung bringe – zusätzlich zu einem Infrastrukturbeitrag des Projektbetreibers. Wenn jedoch die laufenden Belastungen für Kinderbetreuung, Schule, Verkehr, Infrastruktur und Verwaltung dauerhaft höher sind als die Einnahmen, entsteht keine Entlastung, sondern eine strukturelle Mehrbelastung für unsere Gemeinde.

Gerade in der aktuellen finanziellen Situation müssen wir hier besonders sorgfältig prüfen. Hier ist der Finanzausschuss gefragt eine solide Berechnung zu erstellen!

Verkehr: Analyse ohne klare Lösungen!

Ein weiteres offenes Thema ist die Mobilität.

Die bereits im Jahr 2024 präsentierte Verkehrsuntersuchung zeigt, wie sich das Verkehrsaufkommen entwickeln würde. Was jedoch fehlt, sind konkrete und verbindliche Maßnahmen, um die absehbaren Mehrbelastungen wirksam abzufedern. Eine reine Prognose ersetzt kein Mobilitätskonzept.

Hinzu kommt: Aktuell entstehen entlang der Breitenfurter Straße hunderte neue Wohnungen – davon auch viele in unmittelbarer Nähe in Kalksburg und Rodaun. Auch diese Entwicklungen werden zusätzlichen Verkehr erzeugen, der in der Verkehrsuntersuchung nicht mitberücksichtigt wurde. Es ist nicht realistisch anzunehmen, dass sich die Situation durch ein weiteres Großprojekt automatisch verbessert.

Hochwasser: Risiken müssen vorab geklärt werden

Besonders kritisch sehen wir weiterhin den Umgang mit der Hochwasserproblematik.

Aus unserer Sicht ist es fahrlässig, ein Projekt dieser Größenordnung voranzutreiben, ohne im Vorfeld klar und verbindlich zu klären, wie mit bestehenden Hochwasserrisiken umgegangen wird. 

Ebenso offen ist die Frage, ob notwendige Schutzmaßnahmen wirtschaftlich überhaupt realisierbar sind – oder ob am Ende aus Kostengründen das jetzt skizzierte Projekt gar nicht in dieser Form realisiert werden würde.

Solche Unsicherheiten dürfen nicht erst im Nachhinein geklärt werden.

Primärversorgungszentrum: Eine naheliegende Alternative


Kürzlich haben Bürgermeister und Vizebürgermeisterin in einem Video dargelegt, dass die Caritas auf dem Grundstück der benachbarte Tennishalle eine Erweiterung plant: rund 100 zusätzliche Pflegeplätze.

Aus unserer Sicht eröffnet das eine sehr interessante Perspektive: Warum nicht das geplante Primärversorgungszentrum (PVZ) in dieses Projekt integrieren? Eine Kombination aus Pflegeeinrichtung und Primärversorgung wäre eine fachlich sinnvolle und organisatorisch effiziente Lösung. Die medizinische Versorgung älterer Menschen könnte direkt vor Ort gestärkt werden – mit klaren Synergieeffekten.

Vor allem aber: Eine solche Lösung würde bedeuten, dass wir die Erweiterung eines PVZ nicht an die Errichtung von 300 Wohnungen knüpfen müssen. Gute Gesundheitsversorgung sollte aus sich heraus begründet sein – und nicht an ein großvolumiges Wohnbauprojekt gebunden werden.

Unser Zugang

Für uns gilt weiterhin:

Eine Entscheidung dieser Tragweite braucht eine solide, transparente und nachvollziehbare Grundlage. Offene Fragen zu Bedarf, Finanzen, Verkehr, Hochwasserschutz und Alternativen müssen zuerst seriös beantwortet werden.

Solange diese Antworten fehlen, bleibt unsere Haltung unverändert: Eine Aufschließung können wir derzeit nicht verantworten.

Österreich muss sparen. Aber wie das gerade passiert, ist unfair: Die Regierung kürzt bei Familien, Kindern, Pensionist:innen und Lehrer:innen, Gebühren steigen. Öffi-Tickets werden teurer. Und die, die es am leichtesten hätten, einen Beitrag zu leisten, zahlen nichts: die Superreichen. Wir sagen: Schluss damit. Diejenigen, die auf hunderten Millionen sitzen, sollen endlich auch etwas für alle beitragen.

Wir starten eine Petition, die wir am 25.02. auch ins Parlament bringen, weil es ungerecht ist, dass Superreiche, die riesige Villen und astronomische Aktienpakete einfach so erben, keinen fairen Beitrag für die Gesellschaft leisten.
 
Noch im Wahlkampf hat Andreas Babler eine Millionärssteuer angekündigt, aber kaum in der Regierung war das Thema „vom Tisch“. Jetzt streitet die Regierung über Volksbefragungen, aber Schritte für ein gerechteres Österreich werden keine gesetzt. Und das, obwohl immer mehr Menschen in Österreich jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
 
Ich bin überzeugt, das geht auch anders: Österreich kann fairer, gerechter und besser sein.

Und du kannst dabei helfen:
Unterschreib unsere Petition, damit Superreiche endlich einen fairen Beitrag zahlen,
und teile sie weiter – damit aus wenigen Unterschriften ganz schnell viele werden.

Die nächsten Veranstaltungen

4. BREITENFURTER PUBQUIZ

Freitag, 27. Februar 2026 | 18:30
Santorini Grüner Baum


Es wird wieder gequizzt. Wir freuen uns über bekannte und auch neue Teams, die Lust haben mit uns gemeinsam zu tüfteln.

Hier geht’s zu den Details und zur Anmeldung

TRITTSICHER & AKTIV

Ab 04. März 2026 | 09:40 - 10:30
Dorfgemeinschaft Wienerwald
Keine Kosten

Sturzprävention - Lebensqualität und Sicherheit durch Bewegung

Über 12 Wochen hinweg werden einmal wöchentlich gezielte Gleichgewichts-, Kraft- und Koordinationsübungen vermittelt. Durch die kleine Gruppengröße kann gut auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden. Der Kurs ist für Personen ab 65 Jahren geeignet, die Einheiten dauern jeweils 50 Minuten.

Sie nutzen eine Gehhilfe oder einen Rollator? Kein Problem – Voraussetzung für eine Kursteilnahme ist nur, dass Sie selbstständig aufstehen können. Alltagskleidung und bequeme Schuhe sind ausreichend.

BITTE um Anmeldung unter silvia.riebl@gmail.com, da es nur 10 Plätze gibt.

Auf Ihr Kommen freuen sich Silvia Riebl und Team

SAVE THE DATE - GESUNDHEITSTAG

Samstag, 30. Mai 2026 | ab 14:00
Mehrzweckhalle | Gemeindeamt | Volksschule


Du möchtest beim Breitenfurter Gesundheitslauf mitmachen oder dich bei einer der vielen Gesundheitsstationen informieren? Dann merke dir jetzt schon den Termin im Kalender vor und komm zum 11. Breitenfurter Gesundheitstag!

Schaut auch gerne regelmäßig auf unserer Website vorbei

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Breitenfurter Grüne
Lena Rettinger, Bsc, MSc
Dr. Kasimir Graff-Gasse 31
2384 Breitenfurt
Österreich

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