Die Breitenfurter Grünen sprechen sich nach wie vor klar gegen eine Verbauung „der Wiese“ aus.
Unsere Vision für Breitenfurt orientiert sich an der Lebensqualität der Menschen, die hier leben. Wir sind überzeugt: Eine Verbauung dieser Fläche liegt weder im Interesse der Gemeinde noch der Mehrheit der Bevölkerung.
Andere Fraktionen – ÖVP, SPÖ und NEOS – sehen das anders. Gemeinsam haben sie die Ausarbeitung eines Bebauungsplans für die Wiese beschlossen. Dieser liegt derzeit in der Gemeinde zur Einsicht auf. Bis 17. April 2026 können Stellungnahmen dazu abgegeben werden.
Wir haben uns den Bebauungsplan bereits genau angesehen – und er wirft einige wichtige Fragen auf:
1. Warum werden wichtige Planungsschritte übersprungen? Auch das Land Niederösterreich empfiehlt: Vor einem Bebauungsplan sollte zuerst ein Leitbild für die Gemeinde und darauf aufbauend ein Entwicklungskonzept erstellt werden. Nur so entsteht ein stimmiges Gesamtbild für die Ortsentwicklung. Diese Schritte fehlen hier. Das ist keine nachhaltige Gemeindeentwicklung!
2. Warum die intensivste Bebauungsvariante? Im Bebauungsplan werden mehrere Varianten erwähnt – auch zurückhaltendere Lösungen. Trotzdem wird eine intensive Bebauung mit Bauhöhen bis zu 15 Metern bevorzugt. Eine nachvollziehbare Begründung dafür fehlt. Der Eindruck entsteht, dass sich die Planung stark an den Vorstellungen der Projektwerberin (BIP) orientiert – statt an der Frage, welche Entwicklung für Breitenfurt insgesamt verträglich und zukunftsfähig ist.
3. Warum wird Lebensqualität kaum berücksichtigt? Themen wie die Lage Breitenfurts im Biosphärenpark Wienerwald, Hochwassergefahr, Ortsbild oder eine gute Durchwegung des Areals werden zwar erwähnt – spielen im eigentlichen Bebauungsplan aber kaum eine Rolle.
Für uns ist daher klar:
Nein zu einer Planung, die in ihrer Dimension nicht ausreichend begründet ist und zu viele offene Fragen hinterlässt.
Breitenfurt braucht eine Entwicklung mit Maß und mit Rücksicht auf Natur, Landschaft und Lebensqualität.
Wenn du das auch so siehst: Der Bebauungsplan liegt noch bis 17. April 2026 in der Gemeinde auf. Jede und jeder kann ihn einsehen und eine schriftliche Stellungnahme abgeben.
Wir werden das jedenfalls tun.
PS:
Da es hierzu auch immer wieder zu Verwechslungen kommt: Die Aufschließungskriterien sind in weiterer Folge unabhängig vom Bebauungsplan Punkt für Punkt zu überprüfen. Aus unserer Sicht sind jedoch auch diese definitiv nicht erfüllt.
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